1001 Nacht
Deutschlandfunk
Schahrasad erzählt um ihr Leben – und wir hören zu. Die Geschichten des Literaturklassikers „1001 Nacht“ führen uns zu Verliebten und Verrückten, Meereswesen und sprechenden Tieren. Nach Bagdad, Persien und China. Und mitten ins Leben.
Schahrasad erzählt um ihr Leben – und wir hören zu. Die Geschichten des Literaturklassikers „1001 Nacht“ führen uns zu Verliebten und Verrückten, Meereswesen und sprechenden Tieren. Nach Bagdad, Persien und China. Und mitten ins Leben.
Trailer Staffel 2 - 1001 Nacht
Épisodes
Schahrasad erzählt um ihr Leben – und wir hören zu. Ab 14. August 2026 in der Deutschlandfunk App, ab 21. August überall, wo es Podcasts gibt – sechs Wochen lang jeden Freitag neue Folgen. N. N.
Habt ihr jemals von etwas Spannenderem als diesem Fall gehört? - fragte Schahrasad am Ende der letzten Nacht. Seitdem ist viel Zeit vergangen. Um zu überleben, muss sie die Geschichte vom Buckligen, dem Freund des Kaisers von China weitererzählen.
Die Mörder des Buckligen bekommen eine Chance. Mit spannenden Geschichten können sie dem Galgen entgehen. Der Küchenchef beginnt: Ein reinlicher Gast erscheint bei einem Festessen. 120 Mal wäscht er sich die Hände. Aber warum fehlen ihm die Daumen?
Der junge Mann ohne Daumen erzählt seine Geschichte. Über beide Ohren verknallt, verschuldet er sich für die Begehrlichkeiten seiner Geliebten. Die aber verschwindet spurlos, ehe sie auf einer Maultierstute reitend wieder auftaucht.
Der junge Mann ist im Glück, denn die Angebetete erwidert seine Liebe. Doch sie ist die Ziehtochter von Subeida, der Frau des Kalifen. Und die stellt eine Bedingung: Der Jüngling muss unbemerkt zu ihr in den Palast gelangen. Kann das gut gehen?
Das Herz des jungen Manns in der Kiste pocht laut. Doch die Diener verhindern, dass er auffliegt. Der Kalif winkt sie durch, Subeida erlaubt die Hochzeit. Am Ende der langen Feier gibt es eine Schüssel köstliche Sirbadscha. Der Mann langt kräftig zu.
Der Bräutigam weiß nicht, wo ihm der Kopf steht. Er hat doch nur vergessen die Hände zu waschen. Doch seine Gemahlin kann ihm den Essensgeruch nicht verzeihen. Die Daumen müssen ab! Strafe muss sein, nur so kann sie mit ihm zusammenleben.
Die letzte Chance dem Galgen zu entgehen. Der Schneider ergreift das Wort und beginnt zu erzählen: Ein junger Mann will wegrennen, als er beim Festessen den Friseur erblickt. Der war doch der Grund für seine Flucht aus Bagdad bis ganz nach China.
Eine alte Frau hat dem verliebten Jüngling versprochen: er wird seine Angebetete wiedersehen. Der schöpft Hoffnung und spricht mit der Alten. In dramatischen Versen berichtet sie ihm von vergangener Liebe, unerträglichem Herzschmerz und Einsamkeit.
Die Alte kennt die Angebetete des jungen Manns, eine Tochter aus gutem Bagdader Hause. Sie verspricht ihm, sie zusammenzuführen. Die Geliebte aber will nichts von ihm wissen. Die alte Frau gibt nicht auf und bezirzt sie mit ihrer Dichtkunst.
Die junge Frau hat Erbarmen mit dem Liebeskranken und gewährt ihm ein Stelldichein. Heimlich, wenn der Vater beim Gebet ist. Aufgeregt macht er sich chic und will sich noch rasch die Haare schneiden lassen. So begegnet er dem unbekannten Friseur.
Der Friseur nervt. Anstatt die Haare zu schneiden, erstellt er dem jungen Verliebten ein Horoskop. Und verkündet Unheil. Doch wer kann sich eines geschwätzigen Friseurs erwehren, der ein Universalgelehrter ist und kostenlos seine Dienste anbietet?
Der junge Mann erträgt den plappernden Friseur nicht mehr und will unverrichteter Dinge aufbrechen. Doch das lässt der Friseur nicht zu, schließlich hat er bereits dessen Vater die Haare geschnitten. Und ihm die besten Horoskope erstellt! N. N.
Der Friseur schneidet dem jungen Mann ein paar Härchen ab, dann hört er wieder auf. Er klopft Sprüche, gibt an und versteht die Eile des Kunden nicht. Dessen Vater und Großvater taten doch nie etwas, ohne den Rat des Friseurs einzuholen! N. N.
Gibt es ein Entkommen vor dem Friseur? Der junge Mann behauptet, er müsse zu einem Festessen. Der Friseur schreckt auf: er hat ja selbst Freunde eingeladen, doch das Einkaufen vergessen! Da wittert der junge Mann seine Chance. N. N.
Der Friseur möchte unbedingt sein Festessen mit dem des jungen Manns zusammenlegen. Damit der all seine großartigen Freunde kennenlernt! Doch er druckst herum, und der Friseur ahnt, dass er hinters Licht geführt werden soll. Aber nicht mit ihm! N. N.
Der Friseur richtet ein Durcheinander an: Er denkt, der junge Mann sei im Haus des Kadis ermordet worden. Dabei ist er in die Tochter des Kadis verliebt und versteckt sich in einer Truhe. Der keifende Friseur bringt den jungen Mann in große Gefahr. N. N.
Quer durch Bagdad verfolgt der Friseur den jungen Mann. Der weiß kein Entkommen und flüchtet nach China. So endet seine Erzählung beim Festmahl. Er hofft, dass die Anwesenden nun verstehen, warum er nicht mit dem Friseur an einem Tisch essen kann. N. N.
Der Friseur will sich durch seine eigene Geschichte erklären. Er tut schließlich nur Gutes! Das kann er anhand der Schicksale seiner sechs Brüder beweisen. Der Vierte war einäugig und Fleischer in Bagdad. Eines Tages betrügt ihn ein böser alter Mann. N. N.
Im Laden des Fleischers hat sich ein aufgehängter Schafbock in einen toten Mann verwandelt. Die Menschen sind aufgebracht, der Alte schlägt dem Fleischer ein Auge aus. Er flüchtet in die nächste Stadt, wo ihm nochmal willkürliche Gewalt widerfährt. N. N.
Der geschwätzige Friseur erzählt dem Kalifen weiter von seinem Bruder, dem gebeutelten einäugigen Fleischer. Der hört nicht auf sein Bauchgefühl, sondern bleibt in der Stadt – nur, um ein drittes Mal misshandelt und dann ausgewiesen zu werden. N. N.
Der Friseur und seine sechs Brüder erben vom Vater jeweils 100 Dirham. Einer investiert alles begeistert in Glaswaren. In seiner Fantasie macht ihn der Glashandel zum reichsten Mann von Bagdad. Mindestens. Seine Tagträume kennen keine Grenzen. N. N.
Der Friseur erzählt dem Kalifen, dass sich sein Bruder gierige Allmachtsfantasien ausmalte, sich vorstellte, wie er seine zukünftige Ehefrau regelrecht erniedrigen wird. Doch dann schlägt ihm seine Fantasie in der realen Welt ein böses Schnippchen. N. N.
Eine alte Frau will den Bruder verkuppeln. Er lässt sich darauf ein und folgt ihr. Kerzengerade steht er vor einer Schönen. Die spielt mit ihm, bis sie keine Lust mehr hat und verschwindet. Als ein Muskelprotz erscheint, nimmt das Unheil seinen Lauf. N. N.
Der Bruder mit den Glaswaren schwört Rache an seinen Folterern. Verkleidet kehrt er in das Haus der alten Frau zurück, tötet den Sklaven, die Dienerin, die Kellermeisterin. Das Mädchen fleht ihn an – sie sei selbst ein Opfer. Er glaubt ihr. N. N.
Der Friseur holt aus und erzählt von seinem sechsten Bruder. Der war verarmt. Ein freundlicher Mann lädt ihn ein: der Tisch ist gedeckt, er soll sich die Hände waschen. Doch der Bruder ist irritiert: er kann weder Essen noch Waschschüssel sehen. N. N.
Der Hausherr lässt seine Diener allerhand Leckereien holen: Sauerfleisch, mit Pistazien gemästete Küken, Mandelspeise. Allesamt unsichtbar. Der Bruder spielt mit, tut so, als würde er essen. Wie kann er sich rächen? Klar ist: mehr Wein muss her! N. N.
Der redselige Friseur erzählt: sein Bruder hat den Hausherrn beeindruckt, wird zu dessen Zechkumpan und Vermögensverwalter. Als der Herr stirbt und der Bruder verarmt, kommt der Friseur auch für seinen sechsten Bruder auf – so rechtschaffen ist er! N. N.
Der Kaiser von China findet: die Geschichten des Schneiders von dem neugierigen Friseur und dem betrunkenen Buckligen sind das Beste, was er je gehört hat. Er lässt den steinalt gewordenen Friseur aus dem Gefängnis holen. Der plappert gleich los. N. N.
Der Friseur will den toten Buckligen sehen. Dann lacht er: diese Geschichte muss mit goldener Tinte aufgeschrieben werden! Mit seinem Barbierwerkzeug zieht er einfach die Gräte aus dem Rachen des Buckligen. Der nießt, springt auf und rennt davon. N. N.
Schahrasad erzählt: In Persien lebte ein gerechter König. Ihm fehlte ein Sohn, ein Nachfolger. Dann trifft er eine Frau. Anmutig ist sie, lang wie eine Lanze, aufrechter als ein Schreibrohr. Sie heiraten. Ein ganzes Jahr lang spricht sie kein Wort. N. N.
Die Frau des Königs bricht ihr Schweigen, um mitzuteilen: sie ist schwanger. Und sie offenbart ihren Namen: Dschullanar, Tochter eines Meereskönigs. Sie ist abtrünnig geworden, dem Meer entstiegen, um einen Mann vom Festland zu heiraten. N. N.
Der König beobachtet, wie die Familie seiner Frau dem Meer entsteigt. Sie wollen Dschullanar zurückholen, doch sie bleibt und gebiert ihren Sohn an Land. Der König ist außer sich vor Freude. Sein Schwager Saih aber nutzt seine Sorglosigkeit aus. N. N.
Das Meer rauscht, es schäumt und teilt sich: Königssohn Badr taucht mit seinem Onkel wieder auf. Badr musste Meeresrituale durchlaufen, damit er auch unter Wasser leben kann. Badrs Vater erhält wertvolle Geschenke, beste Perlen aus dem Meer. N. N.
Der persische König ist tot, sein Sohn Badr übernimmt. Rasch soll er eine Meereskönigin heiraten. Vielleicht Dschauhara? Vor Neid auf ihre Schönheit verblassen die Schwanzfedern der Adler, heißt es. Ihr Vater aber ist der größte Tyrann aller Zeiten. N. N.
Königin Dschauhara. Welch ein Klang! Badr ist aufs bloße Hören hin schockverliebt. Nur sie will er heiraten. Mit seinem Onkel schwimmt er zur Großmutter. Sie ist erzürnt: wieso wurde Dschauhara ins Spiel gebracht, mit ihrem dummen, bösartigen Vater? N. N.
Schlagt ihm den Kopf ab! - ruft König Schamandal, als König Badr um die Hand seiner Tochter Dschauhara anhält. Für ihn ist das eine Kriegserklärung. Doch die Armee von Badr gewinnt. Schamandal liegt in Ketten, seine Tochter flieht auf eine Insel. N. N.
Meereskönigin Dschauhara und König Badr sind zufällig auf dieselbe Insel geflüchtet. Verliebt steht Badr unter dem Baum, auf dem sie sitzt. Sie möge runtergekommen! Er liebt sie! Ihr Vater werde freigelassen, sie heiraten. Dschauhara spielt mit. N. N.
Dschauhara verzaubert Badr in einen prachtvollen Vogel. Ihre Dienerin hat Mitleid – statt Vogel Badr wie verlangt auf die Insel des Durstes zu bringen, setzt sie ihn an einem fruchtbaren Ort aus. Dort ist ausgerechnet ein Jäger von ihm hingerissen. N. N.
Der König kauft dem Jäger den weißen Vogel ab. Seine Frau erkennt König Badr in dem Tier, und mit einem mächtigen Spruch zaubert sie ihn zurück. Überglücklich küsst Badr den König. Der möchte seine ganze Geschichte hören. Badr erzählt. N. N.
König Badr tritt die Heimreise an. Ein Seesturm schmettert sein Schiff gegen einen Felsen, tagelang treibt er im Meer. Als er vor einer geheimnisvollen Stadt strandet, eilen Tiere herbei. Sie hindern Badr mit Tritten daran, aus dem Wasser zu kommen. N. N.
Ein alter Gemüsehändler gewährt Badr Schutz. Er erzählt: in der grauen Stadt herrscht Königin Lab. Sie nimmt sich jeden jungen Neuankömmling für 40 Tage, dann verzaubert sie ihn in ein Tier. Badr bangt –er war doch eben erst verzaubert! N.N.
König Badr lebt einen Monat beim Gemüsehändler. Dann taucht Königin Lab mit ihrer Armee auf, um Badr zu holen. Der Gemüsehändler gibt ihn als seinen Neffen aus. Die Königin schwört, ihm kein Härchen zu krümmen, und der Alte muss zustimmen. N. N.
Als Königin Lab ihren Schleier lüftet, ist es um den jungen König Badr geschehen. Darf er wirklich Tage und Nächte mit ihr auf dem Liebeslager verbringen? Dafür würde Badr glatt sterben. Der Gemüsehändler gibt ihn frei. Und die Königin triumphiert. N. N.
Für König Badr geht ein Traum in Erfüllung: 40 Tage und Nächte vergnügt er sich mit Königin Lab. Sie essen, trinken, lieben sich, und Badr vergisst den Kummer der Fremde. Nirgends sonst will er sein. Am nächsten Morgen ist die Königin fort. N. N.
Badr beobachtet, wie ein schwarzer Vogel einen weißen begattet, der danach menschliche Gestalt annimmt – Königin Lab! Badr ist wütend, eifersüchtig. Als er den Gemüsehändler besucht, weiht der ihn ein: all die Vögel sind verzauberte junge Männer. N. N.
Badr beobachtet nachts die mächtige Königin Lab: sie zaubert einen Fluss in den Palast, lässt Gerste wachsen, stellt aus den Ähren Mehl, und daraus einen Brei her. Der Gemüsehändler weiß was zu tun ist. Er überreicht Badr seinen eigenen Gerstenbrei. N. N.
Königin Lab merkt, dass ihr Zauberspruch bei Badr nicht wirkt. Sie habe nur Spaß gemacht, versichert sie. Und probiert von seinem Gerstenbrei. Da zittert sie am ganzen Körper. Badr verwandelt sie in eine Maultierstute und reitet auf ihr in die Welt. N. N.
Badr verkauft die Maultierstute einer alten Frau. Sie ist Königin Labs Mutter und verwandelt das Tier zurück in ihre Tochter. Badrs Flucht misslingt. Er wird in einen hässlichen Vogel verzaubert und in einen Käfig gesperrt. Eine Dienerin hat Mitleid. N.N.
Nach dem Sieg von König Badrs Familie fehlt nur noch eine Frau für ihn. Seine Mutter Dschullanar lässt in allen Städten und Ländern Ausschau halten. Doch er weiß längst, wen er will: nur diese eine, Königin Dschahara. Stimmt ihr Vater diesmal zu? N. N.